Derkul, Dorf in Chocholski rajon, Russland
Kostyonki ist ein kleines Dorf an der westlichen Seite des Don, wo das Flachland von einfachen Häusern und grünen Feldern geprägt ist. Über das gesamte Gebiet sind mehr als 60 archäologische Stätten verteilt, die Überreste von Werkzeugen, Knochen und sogar Behausungen aus Mammutbein enthalten, die Tausende von Jahren alt sind.
Die ältesten Funde am Standort stammen aus dem frühen Oberpaläolithikum, vor über 45.000 Jahren, was darauf hindeutet, dass frühe Menschen hier lebten, als sie zum ersten Mal Europa erreichten. Im 17. Jahrhundert wurde ein kleines Fort gegründet und später eine Kirche zu Ehren von Johannes dem Täufer erbaut, wodurch das Dorf zu einem aktiven Ort in der regionalen Geschichte wurde.
Der Name Kostyonki stammt vom russischen Wort für Knochen, was auf die vielen Überreste hinweist, die hier gefunden wurden. Das Dorf bewahrt diese Verbindung zur Vergangenheit durch seinen Umgang mit dem Land und respektiert die archäologischen Stätten, die in der Landschaft verteilt sind.
Das Dorf liegt abseits von Großstädten und ist am leichtesten mit lokalem Transport erreichbar, was eine ruhige Ankunft ermöglicht. Die archäologischen Stätten sind zu Fuß durch die Felder erreichbar, daher sind angemessene Schuhe und Wetterschutz ratsam, besonders da die Gegend den vier Jahreszeiten ausgesetzt ist.
Frühe Knochen, die hier gefunden wurden, erregten die Aufmerksamkeit von Peter dem Großen im 17. Jahrhundert, was zu den ersten wissenschaftlichen Ausgrabungen in der Region führte. Einige der ältesten menschlichen Überreste zeigen südostasiatische Merkmale, was darauf hindeutet, dass alte Menschen aus verschiedenen Herkunftsgebieten an diesem Ort zusammenkamen.
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