Kolka-Gletscher, Berggletscher in Nordossetien-Alanien, Russland.
Der Kolka-Gletscher ist ein Gebirgsgletscher an der Nordflanke des Kasbek in Nordossetien-Alanien. Die eisbedeckte Fläche liegt auf rund 3000 Metern Höhe und erstreckt sich über gut drei Kilometer in einem der entlegensten Bereiche der Kaukasus-Kette.
Ein Gletschervorstoß im September 2002 löste eine Lawine aus, die über 125 Menschen tötete und das Karmadon-Tal verwüstete. Bereits 1902 und 1969 waren ähnliche Ereignisse dokumentiert worden, bei denen sich Eismassen abrupt in Bewegung setzten.
Die einheimische Bevölkerung hat traditionelle Methoden entwickelt, um die Bewegungen des Gletschers vorherzusagen und zu verstehen.
Satellitenbilder und Messstationen erlauben es Forschern, die Masse und Bewegung des Gletschers über die Jahreszeiten hinweg zu verfolgen. Für Besucher ist das Gebiet schwer zugänglich und erfordert Erfahrung in alpinen Bedingungen sowie Kenntnis der aktuellen Wetterlage.
Das Eis bewegt sich nicht gleichmäßig, sondern kann sich plötzlich beschleunigen und dabei in wenigen Stunden mehrere Kilometer zurücklegen. Diese Schubphasen unterscheiden den Gletscher von den meisten anderen Eisflächen im Kaukasus, die sich langsamer und stetiger verhalten.
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