Peipussee, Grenzüberschreitender See zwischen Estland und Russland
Der Peipussee ist ein großer Süßwassersee an der Grenze zwischen Estland und Russland, der aus drei miteinander verbundenen Becken besteht. Die flachen Gewässer bedecken weite Teile der nordöstlichen Ebene und ziehen sich von den bewaldeten estnischen Ufern bis zu den offenen russischen Küsten hin.
Im Jahr 1242 fand auf dem zugefrorenen See eine große Schlacht zwischen den Truppen von Alexander Newski und dem Deutschen Orden statt. Diese Auseinandersetzung markierte einen Wendepunkt im mittelalterlichen Machtkampf um die Region und prägte die Grenzverläufe für Jahrhunderte.
Die Küstenstädte Mustvee und Kallaste bewahren die Traditionen der Altgläubigen-Gemeinschaften, die sich im 18. Jahrhundert ansiedelten.
Der See ist besonders im Sommer zugänglich, wenn kleine Fischerdörfer entlang der Küste Unterkünfte und Bootsverleih anbieten. Die Uferwege sind meist flach und leicht begehbar, wobei einige Abschnitte bei Hochwasser überschwemmt werden können.
Der See beherbergt mehrere Inseln, darunter Piirissaar, die trotz ihrer geringen Höhe bewohnt bleibt und regelmäßig mit Überflutungen zu kämpfen hat. Diese Insel liegt genau auf der Grenze und wird sowohl von estnischen als auch von russischen Bewohnern genutzt.
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