Nationalpark Taganai, Nationalpark in der Oblast Tscheljabinsk, Russland
Taganai ist ein Nationalpark im Gebiet Tscheljabinsk, der den nördlichen Teil der mittelhohen Gebirgsketten des Süd-Urals schützt. Der Park erstreckt sich über rund 50 Kilometer von Süden nach Norden und umfasst waldreiche Hänge, steinige Höhenzüge und zahlreiche Bäche.
Die russische Regierung errichtete den Nationalpark am 5. März 1991, um die Natur der mittleren Gebirgszüge zu bewahren. Diese Entscheidung fiel in eine Zeit, in der viele Schutzgebiete im Ural neu ausgewiesen wurden.
Der Parkname stammt aus der baschkirischen Sprache und bedeutet "Mondständer", eine Bezeichnung, die bis heute an die frühere Bevölkerung dieser Berge erinnert. Besucher begegnen dieser Verbindung vor allem in den traditionellen Ortsnamen entlang der Wanderwege.
Das Parkmanagement verlangt kostenlose Genehmigungen für Besucher aus Slatoust und Magnitka, die über ein Online-System beantragt werden müssen. Haustiere sind nicht erlaubt, und Wanderer sollten bei der Planung ihre Route an die Jahreszeit anpassen.
Innerhalb des Parks verläuft eine geografische Grenze zwischen dem Einzugsgebiet der Wolga-Kama und dem des Ob-Irtysch, sodass manche Bäche letztlich in Richtung Arktischer Ozean fließen. Diese Wasserscheide bleibt für viele Wanderer unsichtbar, prägt aber den Verlauf der Flüsse im gesamten Gebiet.
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