Gunsetschoinei-Dazan, Buddhistisches Kloster in Sankt Petersburg, Russland
Der Datsan Gunzechoinei ist ein buddhistisches Kloster in Sankt Petersburg, das östliche und westliche architektonische Sprachen spricht. Mit seinen weißen Wänden, bunten Dachziegeln und von Nikolai Roerich gestalteten Buntglassfenstern zeigt das Gebäude eine ungewöhnliche Vermischung von Stilen.
Das Kloster entstand 1909, nachdem Agvan Dorzhiev die Genehmigung des Zaren Nikolaus II. erhalten hatte, und der erste Gottesdienst fand 1913 statt. Während der Belagerung von Leningrad blieb das Gebäude verschont, doch der Kultbetrieb wurde 1930 eingestellt und erst 1989 wieder aufgenommen.
Der Name des Datsan bedeutet im Buryatischen "Sitz des Guten". Besucher bemerken sofort die Mischung aus östlichen Symbolen und europäischen Designelementen, die das Gebäude zu einem seltenen Ort zwischen zwei Welten machen.
Der Ort hat regelmäßig geöffnete Türen und Besucher können das Innere erkunden oder an Führungen teilnehmen. Man sollte nicht während Zeremonien kommen, und es ist hilfreich, im Voraus zu überprüfen, wann religiöse Dienste stattfinden.
Dies ist das nördlichste buddhistische Tempel der Welt, eine historische Besonderheit, die es unter extremen Bedingungen zu überleben schaffte. Dass dieses Gebäude mitten in einer christlich-orthodoxen Stadt entstehen durfte, war für die Zarenzeit ein ungewöhnlicher Schritt der Offenheit.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.