SSD, Mautautobahn in Sankt Petersburg, Russland
Der Westliche Schnelldurchmesser ist eine mautpflichtige Schnellstraße in Sankt Petersburg, die sich über mehr als 69 Kilometer durch das Stadtgebiet zieht und zahlreiche Stadtteile miteinander verbindet. Die Route verläuft durch Wohn- und Industriegebiete, überquert mehrere Wasserläufe und führt über große Brücken, die hohe Pylone und Stahlkonstruktionen tragen.
Die Planungen für diese Route begannen in den Neunzigerjahren, aber die Bauarbeiten starteten erst 2008, nachdem jahrelange Debatten über Umweltfolgen und Finanzierung abgeschlossen waren. Die ersten Abschnitte wurden 2016 freigegeben, während der letzte Teil drei Jahre später fertiggestellt wurde.
Die Brücken entlang der Strecke greifen alte Formen auf und zeigen Stahlbögen, die an frühere Klappbrücken über die Newa erinnern. Fahrer sehen beim Überqueren der hohen Konstruktion über den Seekanal weite Blicke auf die Hafenlandschaft und das Stadtpanorama.
Elektronische Mautsysteme erfassen Fahrzeuge automatisch, deshalb müssen Fahrer vorher ein Konto anlegen oder online bezahlen, um Nachgebühren zu vermeiden. Die Strecke eignet sich für Transitverkehr und Fahrten zwischen den Außenbezirken, während die Innenstadtrouten oft stärker belastet sind.
Die Hochbrücke über den Seekanal erreicht eine Höhe von 52 Metern und ist damit die höchste Brücke der Stadt. Das zweistöckige Bauwerk ermöglicht den Schiffsverkehr darunter, ohne dass Klappen geöffnet werden müssen, wie es bei älteren Brücken üblich ist.
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