Pustelnia Wygowska, Religiöse Siedlung in Danilovo, Russland
Pustelnia Wygowska ist eine historische Siedlung am Ufer des Flusses Wyg in der abgelegenen Waldregion von Danilowo, Russland, die aus zwei Klosteranlagen besteht. Eine war für Mönche, die andere für Nonnen bestimmt, und beide umfassten Wohngebäude, Werkstätten und Vorratsräume.
Die Siedlung wurde 1694 von Anhängern des Alten Glaubens gegründet, die nach den Kirchenreformen von Patriarch Nikon aus den Städten geflohen waren. Sie wuchs im Laufe des 18. Jahrhunderts zu einer der größten Gemeinschaften dieser Art in ganz Russland heran.
Die Siedlung war ein Zentrum der Altgläubigen, einer Gruppe, die sich den Kirchenreformen des 17. Jahrhunderts widersetzt hatte. Heute zeugen die erhaltenen Gebäude und die abgelegene Lage noch davon, wie diese Gemeinschaft ihr religiöses Leben fernab der offiziellen Kirche organisierte.
Das Gelände liegt in einer abgelegenen Waldregion weit entfernt von größeren Straßen, weshalb Besucher sich auf einfache Wege und kaum vorhandene Einrichtungen einstellen sollten. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Boden uneben sein kann und das Wetter in dieser Gegend schnell umschlägt.
Die Gemeinschaft entwickelte ein eigenes Schriftsystem und eine eigene Buchdrucktradition, um religiöse Texte zu bewahren und weiterzugeben. In einer Zeit, in der Bücher teuer und schwer zu bekommen waren, fertigte die Siedlung handgeschriebene und später gedruckte Werke in großer Zahl an.
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