Dovmontov gorod, Mittelalterlicher Festungskomplex in Pskow, Russland
Dovmontov gorod ist eine mittelalterliche Befestigungsanlage in Pskow, Russland, die direkt an den Kremlin angrenzt und durch Steinmauern von ihm abgetrennt ist. Die Anlage liegt zwischen dem Kremlin und der Altstadt und ist von drei Seiten durch Flüsse und Mauern geschützt.
Fürst Dovmont, ein litauischer Flüchtling, regierte Pskow von 1266 bis 1299 und ließ in diesem Bereich erste Verteidigungsbauten errichten, die der Stadt später ihren Namen gaben. Nach seinem Tod wurde das Gebiet weiter ausgebaut und blieb bis ins 18. Jahrhundert ein zentraler Teil der Stadtbefestigung.
Zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert standen hier rund 18 orthodoxe Kirchen, was diesen Bereich zur dichtesten Kirchenkonzentration im mittelalterlichen Russland machte. Heute sind nur noch die Grundrisse dieser Gotteshäuser sichtbar, die in den Rasen eingezeichnet oder durch Ausgrabungen freigelegt wurden.
Das Gelände ist frei zugänglich und lässt sich zu Fuß erkunden, wobei das Terrain uneben ist und Besucher mit schmalem Wegen rechnen sollten. Die Prikaz-Kammer auf dem Gelände beherbergt Ausstellungen zur Geschichte Pskows und bietet Führungen an.
Auf dem Gelände steht eine 1972 errichtete Metallinstallation, die an die Niederlage des Deutschen Ordens auf dem Eis des Peipussees erinnert und Schwerter sowie Schilde aus der Zeit von Fürst Dovmont zeigt. Das Denkmal stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Ort und einer der bekanntesten Schlachten des mittelalterlichen Russlands her.
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