Möxämmädiä, Islamische Bildungseinrichtung in Kasan, Russland
Die Möxämmädiä ist eine Madrasa, also eine islamische Lehreinrichtung in Kazan mit traditionellen architektonischen Merkmalen, die in der Nähe der Ğälief-Moschee im Zentrum der Stadt steht. Das Gebäude war so groß, dass es zeitweise 800 Schüler aufnehmen konnte, die dort Religionswissenschaften, Mathematik, Geografie, Naturwissenschaften, Medizin, Russisch und tschuwaschische Geschichte lernten.
Die Madrasa wurde 1882 gegründet und entstand durch die Zusammenarbeit des Religionsgelehrten Ğalimcan Barudi mit der finanziellen Unterstützung von Zäynulla Räsülef sowie dem Kaufmann Möxämmätcan Ğäilef, der die Mittel für den Bau bereitstellte. Sie entwickelte sich schnell zur größten Lehreinrichtung ihrer Art in der Region Idel-Ural.
Die Madrasa trug im frühen 20. Jahrhundert zur Bildung einer ganzen Generation bei und war ein Ort, an dem religiöse und weltliche Fächer gleichberechtigt nebeneinander standen. Sie prägte die intellektuelle Identität der Tataren in der Region nachhaltig.
Das Gebäude liegt in der Nähe anderer religiöser Stätten und ist Teil des Zentrums von Kazan, was die Navigation vereinfacht. Besucher sollten auf traditionelle Etiquette achten und sich angemessen kleiden, wenn der Ort für Besuche zugänglich ist.
Der Dichter und Schriftsteller Ghabdulla Tuqay trat die Schule mit zehn Jahren an und entwickelte sich dort zu einer der einflussreichsten Stimmen der tatarischen Literatur. Seine Zeit an dieser Madrasa spielte eine entscheidende Rolle in seiner künstlerischen Entwicklung.
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