Choral-Synagoge, Jüdisches Religionsgebäude in Samara, Russland.
Die Samara Choral Synagoge ist ein jüdisches Gotteshaus im Zentrum von Samara, das im Stil der maurischen Neugotik errichtet wurde. Die Fassade zeigt Hufeisenbögen, farbige Fliesen und geometrische Ornamente, die das Gebäude deutlich von der umliegenden russischen Architektur abheben.
Das Gebäude wurde 1908 von dem Architekten Selman Weniaminowitsch Kleinerman fertiggestellt, in einer Zeit, in der die jüdische Gemeinde in Samara wuchs und nach einem festen Ort für die Gemeinschaft suchte. In der Sowjetzeit wurde die Synagoge zeitweise geschlossen und für andere Zwecke genutzt, bevor sie nach dem Ende der Sowjetunion an die jüdische Gemeinde zurückgegeben wurde.
Die Synagoge ist ein aktives jüdisches Zentrum in Samara und eines der wenigen Gebäude dieser Art, das in der Region noch in Betrieb ist. Wer das Gebäude von außen betrachtet, erkennt in der maurischen Ornamentik eine bewusste Entscheidung, jüdische Identität sichtbar im Stadtbild zu verankern.
Die Synagoge befindet sich im Stadtzentrum von Samara und ist zu Fuß gut erreichbar. Da es sich um einen aktiven Ort des Gottesdienstes handelt, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die Öffnungszeiten zu prüfen und auf angemessene Kleidung sowie ruhiges Verhalten im Inneren zu achten.
Moorish Revival war in Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein ungewöhnlicher Stil für eine Synagoge, da er eher mit dem Islam verbunden war als mit dem Judentum. Architekt Kleinerman übernahm diesen Stil dennoch, weil er in Europa bereits von anderen jüdischen Gemeinden für Synagogenbauten genutzt worden war.
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