Kholmsk, Hafenstadt an der Südwestküste der Insel Sachalin, Russland
Kholmsk ist eine Hafenstadt an der Südwestküste der Insel Sachalin, deren Gewässer das ganze Jahr über eisfrei bleiben. Die Stadt liegt an der Tatarischen Straße und verbindet die Insel mit dem russischen Festland über regelmäßige Fährverbindungen.
Der Ort wurde 1870 als russischer Militärposten gegründet und nach dem Russisch-Japanischen Krieg unter japanische Verwaltung gestellt, die ihn Maoka nannte. Nach 1945 kehrte er unter russische Kontrolle zurück und wuchs zu einem wichtigen Hafen heran.
Das Naturwissenschaftliche Museum an der Morskaya-Straße zeigt Sammlungen aus russischen Meeresforschungsexpeditionen, die die lokale Verbindung zur Meeresforschung widerspiegeln. Besucher können hier den Alltag und die Traditionen der Hafengemeinschaft durch maritime Ausstellungsstücke verstehen.
Die Überfahrt per Fähre von Vanino auf dem Festland dauert etwa eine Nacht, und Besucher sollten sich auf rauhe Wetterbedingungen einstellen. Da sich die Stadt in einer Grenzzone befindet, müssen ausländische Reisende mit zusätzlichen Kontrollverfahren beim Zoll rechnen.
Kholmsk ist einer der wenigen russischen Häfen, der ganzjährig ohne Eisbrecher betrieben werden kann, was ihn für den Güterverkehr besonders wertvoll macht. Trotz seiner Lage an einer strategisch wichtigen Meerenge ist er außerhalb Russlands kaum bekannt.
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