Kokkoz Jami Mosque, Islamische Gebetsstätte in Sokolyne, Krim.
Die Kokkoz Jami Moschee ist ein Gebetshaus mit rechteckigem Grundriss und islamischer Architektur in Sokolyne. Das Bauwerk zeigt arabische Inschriften an den Wänden, verfügt über zwei Reihen spitzbogiger Fenster und wird von einem Dach aus Lehmziegeln gekrönt, neben dem ein Minarett aufsteht.
Das Gebäude wurde 1910 von dem Architekten Nikolay Krasnov für Prinz Felix Yusupov entworfen und errichtet, der es in der Nähe seines Jagdhauses errichten lassen wollte. Diese Gründung zeigt die Verbindungen zwischen der russischen Aristokratie und der Entwicklung religiöser Bauwerke in der Region.
Das Dorf hieß Kökköz, bevor es nach der Deportation der Krimtataren 1944 in Sokolyne umbenannt wurde; auf Krimtatarisch bedeutet das Wort „blauäugig“, von kök (blau) und köz (Auge), während englische Quellen es mit „Falke“ wiedergeben. Die Moschee trägt den Namen dieses Dorfes und dient seit 1997 wieder der krimtatarischen Gemeinde als Gebetsort.
Die Moschee steht in Sokolyne, dem früheren Dorf Kökköz, neben dem einstigen Jagdhaus des Fürsten Jussupow. Der rechteckige Betsaal misst 15 auf 12 Meter, das Minarett ist ein eigener Bau neben dem Hauptgebäude. Als regionales Kulturdenkmal verlangt sie einen sorgsamen Umgang mit den arabischen Wandinschriften und den Spitzbogenfenstern.
Das Gebäude durchlebte viele unterschiedliche Funktionen im 20. Jahrhundert, darunter Lagerraum, Kulturhaus und sogar Kino, bevor es zur religiösen Nutzung zurückkehrte. Diese wechselvolle Geschichte zeigt, wie sich die Bestimmung von Bauwerken in Zeiten politischer und sozialer Umbruch ändern kann.
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