Fatma Qoba, Archäologische Höhle in Balaklava Raion, Ukraine.
Fatma Qoba ist ein flacher Felsüberhang in der Schlucht Kobalar-Dere im Baidar-Tal, am rechten Ufer des Baches Kobalar-Su und nach Südosten ausgerichtet. Er entstand durch Verwitterung einer dichten Kalksteinschicht unter einer Nummulitenkappe, erreicht bis zu 4 m Höhe und bietet rund 50 m² sedimentbedeckten, ausgrabungsfähigen Boden; der übrige Teil ist eine stark geneigte Felsfläche.
Die Krim-Expedition unter G. A. Bonch-Osmolowski, mit S. A. Trussowa und S. N. Bibikow, entdeckte die mesolithische Fundstelle 1926–27. Die Grabungen wurden 1956 unter S. N. Bibikow wieder aufgenommen und legten sieben Schichten bis 2 m Tiefe frei, von der Azilien- und Tardenoisien-Kultur bis zur Kupferzeit. Ein hockendes männliches Begräbnis, mit großen Steinen bedeckt, wurde als Monolith geborgen und nach Leningrad gebracht.
Der Name Fatma Qoba bedeutet auf Krimtatarisch „Fatmas Höhle“ und verbindet den Abri mit einem Frauennamen islamischen Ursprungs. Die Grabungen 1926–27 und 1956 legten an der Eingangsseite eine Steinsetzung frei, wohl einen Windschutz, sowie ein Hockergrab eines etwa 40-jährigen Mannes vom mediterranen Typ, auf der rechten Seite liegend, den Kopf nach Südsüdost, unter großen Steinen.
Der Abri liegt am rechten Ufer des Baches Kobalar-Su in der Schlucht Kobalar-Dere, etwa 2 km westlich von Peredove im Baidar-Tal. Die ausgegrabene Fläche umfasst rund 50 m², der übrige Teil ist meist nackter, schräg zum Schichteinfallen geneigter Kalksteinboden. Die Überdachung ist nach Südosten gerichtet und bis zu 4 m hoch.
Die Ausgräber fanden am Eingang der Halbhöhle ein Steinpflaster, wohl als Windschutz angelegt. Die Grabung von Serhiy Bibikov 1956, rund 13 m² groß und bis 2 m tief, legte den alten Schnitt von Bonch-Osmolovsky wieder frei und bestätigte sieben Schichten mit fünf erkennbaren Feuerstellen.
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