Marble Bridge, Neoklassizistische Brücke im Katharinenpark, Puschkin, Russland
Die Marmorbrücke ist ein neoklassisches Bauwerk im Katharinenpark und überbrückt ein Wassergrab zwischen Seen mit weißen Marmordetails. Die Struktur wird durch Granitstützen mit ionischen Kapitellen und dekorativen Balustraden geprägt, die sich über ihre ganze Länge erstrecken.
Das Bauwerk wurde 1774 unter Katharina der Großen errichtet und markierte ein Zeichen ihrer Ambitionen für den Palastpark. Die Marmorkomponenten wurden in Jekaterinburg hergestellt und dann nach Zarskoje Selo transportiert, wo die Montage stattfand.
Die Brücke zeigt englischen Palladianismus in ihrem Design und nimmt Gestaltungselemente von Brücken in englischen Gärten wie Wilton House auf. Dieser Architekturstil prägte auch andere Bauwerke im Park und zeigt, wie europäische Vorbilder die russische Adelskultur beeinflussten.
Das Bauwerk dient Fußgängern als Verbindungsweg zwischen verschiedenen Bereichen des ehemaligen Königssitzes. Der Zugang ist einfach, da es sich um eine offene Struktur handelt, die während der Parköffnungszeiten zugänglich ist.
Zwei quadratische Pavillons sitzen über den zentralen und seitlichen Bögen, verbunden durch schlanke Säulen aus blaugrauem Marmor. Diese ungewöhnliche Kombination von Funktionalität und Dekoration macht das Bauwerk zu einem eigenartigen Beispiel für dekorative Brückenkonstruktion.
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