Mint in Chersones, Antike Münzprägestätte in Chersones Taurika, Sewastopol.
Die Munzstaette in Chersonesus Taurica ist ein antikes Bauwerk mit massiven Steinbloecken, die ohne Moertel zusammengefuegt sind und vier Kellerstuben enthalten. Diese Raeume sind durch einen Korridor mit zwei steinernen Treppen miteinander verbunden und zeigen die durchdachte Konstruktion dieser Produktionsstatte.
Die Muenzstaette wurde zwischen dem vierten und dritten Jahrhundert v. Chr. erbaut und war das Hauptzentrum der Waehrungsproduktion in dieser antiken Stadt. Sie wurde 1904 ausgegraben und enthielt 43 bronzene Muenzrohlinge, die ihre lange Nutzungszeit dokumentieren.
Die Münzstätte stellte Silber- und Kupfermünzen her, die lokale Gottheiten und Stadtsymbole zeigten und die wirtschaftliche Unabhängigkeit des antiken Chersonesus Taurica widerspiegelten. Diese Münzen waren mehr als nur Zahlungsmittel - sie waren Ausdruck der Identität und des Wohlstands der Stadt.
Besucher koennen einen Teil der urspruenglichen Kellerkonstruktion erkunden, waehrend groessere Bereiche, die im 19. Jahrhundert entdeckt wurden, zur Erhaltung abgedeckt bleiben. Es empfiehlt sich, mit bequemem Schuhwerk zu kommen, da der Boden uneben sein kann und die Raeume unter der Erde liegen.
Die Muenzstaette unterbrach ihre Silberpraegung um etwa 90 v. Chr., nahm aber waehrend des roemisc-bosporanischen Krieges 45 n. Chr. wieder auf. Diese Wiederaufnahme war bemerkenswertwert, weil die neuen Muenzen nun Bilder der Siegessgoettin trugen, was auf eine aendernde politische Situation hindeutet.
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