Mint in Chersones, Antike Münzstätte in Chersonesos Taurica, Sewastopol, Ukraine und Russland
Die Münzstätte von Chersones ist ein Bau aus großen Quadern, die ohne Mörtel so dicht gefügt sind, dass keine Messerklinge dazwischen passt. Erhalten sind vier Kellerräume, verbunden durch einen langen Gang, von dem zwei Steintreppen hinaufführten, eine zum Hof, die andere in einen Raum des Erdgeschosses. Das Gebäude brannte ab, später wurde an seiner Stelle ein großes Wohnhaus errichtet.
Die Anlage stammt aus dem 4.–3. Jahrhundert v. Chr. und wurde 1904 ausgegraben, wobei in einem ihrer Kellerraume 43 Rohlinge für die Prägung von Bronzemünzen gefunden wurden. Die Münzprägung in Chersonesos hatte 390–380 v. Chr. mit einer ersten Serie von Silber- und Kupfermünzen begonnen. Um 300–280 v. Chr. prägte die Münzstätte Tetradrachmen von etwa 13,7 g und Didrachmen von etwa 6,6 g nach dem chiischen Standard.
Die Münzstätte stellte Silber- und Kupfermünzen her, die lokale Gottheiten und Stadtsymbole zeigten und die wirtschaftliche Unabhängigkeit des antiken Chersonesus Taurica widerspiegelten. Diese Münzen waren mehr als nur Zahlungsmittel - sie waren Ausdruck der Identität und des Wohlstands der Stadt.
Vier durch einen langen Gang verbundene Kellerräume sind zugänglich; von ihm führten einst zwei Steintreppen hinauf, eine in den Hof, eine in einen Raum des Erdgeschosses. Große Teile der Keller wurden im 19. Jahrhundert ausgegraben und wieder verfüllt, daher ist nur ein kleiner Teil der unterirdischen Anlage zu sehen.
Die Deutung des Baus als Münzstätte ist vorläufig: Sie stützt sich auf 43 Bronzemünzrohlinge, die in einem Kellerraum gefunden wurden. Die Mauern bestehen aus großen Steinquadern, die ohne Mörtel so eng gefügt sind, dass keine Messerklinge dazwischen passt. Nach einem Brand wurde an der Stelle ein großes Wohnhaus errichtet.
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