Chersones, Archäologische Stätte in Sewastopol, Ukraine
Chersonesus ist eine ausgedehnte antike Ruinenstätte entlang der Schwarzmeerküste bei Sewastopol, die über 2.500 Jahre Besiedlung dokumentiert. Die Überreste umfassen Verteidigungsmauern, Fundamente von Wohnvierteln, mehrere frühchristliche Basiliken und ein Theater, die sich über ein weitläufiges Gebiet erstrecken, das teilweise vom Meer begrenzt wird.
Griechische Siedler aus Herakleia Pontike gründeten diese Kolonie im sechsten vorchristlichen Jahrhundert als Handelsstützpunkt am Schwarzen Meer. Später wurde sie von römischen Legionen kontrolliert, bevor sie als byzantinische Stadt bis ins Mittelalter fortbestand und schließlich verlassen wurde.
Das Gelände wird von lokalen Bewohnern und Besuchern als Symbol gemeinsamer Geschichte wahrgenommen, obwohl die Zugehörigkeit zu verschiedenen Nationen diskutiert wird. Menschen kommen hierher, um zwischen den Ruinen zu spazieren und sich mit den Zeugnissen griechischer, römischer und byzantinischer Präsenz auseinanderzusetzen.
Das Gelände ist weitläufig und meist unbeschattet, daher empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag, besonders im Sommer. Festes Schuhwerk ist ratsam, da viele Wege über unebene Steine und Gras führen.
Unter den Überresten befindet sich eine steinerne Inschrift mit einem Bürgereid aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert, die die Pflichten der Einwohner gegenüber ihrer Polis auflistet. Diese seltene Quelle gibt Einblick in das demokratische Selbstverständnis einer antiken griechischen Gemeinde am Rande der bekannten Welt.
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