Karaite synagogue in Sevastopol, Kenessa in Sewastopol, Ukraine
Das Karaite-Bethaus in Sewastopol ist ein Gebethaus, das Renaissance-Revival- und klassizistische Stilelemente verbindet. Der Grundriss umfasst einen Eingangsbereich, in dem Gläubige die Schuhe ausziehen, bevor sie den Gebetsraum betreten.
Das Bethaus entstand in der späten Zeit des 18. Jahrhunderts, nachdem das Russische Reich Gesetze einführte, die Karäer von anderen jüdischen Gemeinschaften unterschieden. Diese besondere rechtliche Stellung führte zu einer Befreiung von doppelten Steuerbelas tungen.
Der Bau zeigt die Traditionen der Karäer durch separate Bereiche für Männer und Frauen, die noch heute sichtbar sind. Besucher bemerken sofort die schlichte Ausstattung mit Holzbänken und die Frauenempore, die den Raum prägen.
Der Zugang zum Bethaus erfordert, dass Besucher die Schuhe ausziehen, bevor sie den Gebetsraum betreten. Planen Sie genug Zeit ein, um sich an dieses Ritual anzupassen und die Innenausstattung in Ruhe zu erkunden.
Der Gebetsraum enthält einen speziellen Bereich namens Shulḥan, wo traditionelle karäische Gottesdienste auf Teppichboden stattfanden. Gläubige knieten bei diesen Gebeten nieder, was ein zentrales Merkmal des karäischen Rituals darstellt.
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