Dostojewski-Denkmal, Bronzestatue im Arbat-Viertel, Russland.
Das Denkmal für Fjodor Dostojewski steht vor der Russischen Staatsbibliothek: eine dunkle Bronzefigur des sitzenden Schriftstellers, leicht nach vorn geneigt, mit Vollbart und langem Haar, die rechte Hand über dem Knie, Falten eines schweren Mantels hängen hinter ihm herab. Die Statue ruht auf einem zehn Meter hohen sechseckigen konischen Podest aus dunkelgrauem Stein, auf dessen geöffneter Seitenwand der Name des Schriftstellers in erhabenen Versalien steht.
Das Denkmal wurde 1997 geschaffen, als Russland sein literarisches Erbe nach Jahrzehnten der sowjetischen Zensur wiederentdeckte. Die Künstler Alexander Rukavishnikov und Michail Posokhin wollten damit einen der bedeutendsten Denker des Landes ehren.
Wegen der unbequemen Haltung des Schriftstellers nannten Moskauer das Denkmal „Denkmal für russische Hämorrhoiden“ oder „beim Proktologen“. Bildhauer Alexander Rukawischnikow nahm den Spott an: Er zeige die Kultur der Bewohner, und Dostojewski habe keinen Platz für sich gefunden. Der Name „Dostojewski“ ist erhaben am Podest angebracht.
Das Denkmal liegt am Kreuzungspunkt mehrerer Straßen und ist leicht zu finden, wenn man die Nähe der Staatsbibliothek nutzt. Da es auf freiem Platz steht, kann man es zu jeder Tageszeit besuchen, obwohl es am frühen Morgen oder späten Nachmittag ruhiger ist.
Die unbequeme Haltung der Statue brachte ihr den Volksnamen „Denkmal für russische Hämorrhoiden“ oder „beim Proktologen“ ein. Bildhauer Alexander Rukawischnikow verteidigte den Spott: Er zeige die Kultur der Einwohner, die lästige Menschen „Dostojewskis“ nennen. Ein kleineres Dostojewski-Denkmal desselben Bildhauers in Dresden (2006) gilt als „kleiner Bruder“ des Moskauer Monuments.
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