Tiran, Rotes-Meer-Insel in der Provinz Tabuk, Saudi-Arabien
Tiran ist eine Insel im Roten Meer vor der Küste der Provinz Tabuk in Saudi-Arabien, die den Eingang zu einer schmalen Meerenge zwischen der Sinai-Halbinsel und dem arabischen Festland bildet. Die etwa 80 Quadratkilometer große Insel besteht größtenteils aus felsigem, unbewohntem Gelände, umgeben von ausgedehnten Korallenriffen, die sich über mehrere Kilometer ins Wasser erstrecken.
Die Insel gehörte jahrhundertelang zum Osmanischen Reich, bevor sie Anfang des 20. Jahrhunderts unter ägyptische Kontrolle kam. Im Jahr 2017 wurde sie durch ein bilaterales Grenzabkommen formell an Saudi-Arabien übertragen, was den langjährigen Streit um die Souveränität beendete.
Das Eiland liegt in einem Gebiet, das einst Schauplatz mehrerer bewaffneter Konflikte war und bis heute von internationalen Beobachtern überwacht wird. Diese Präsenz hat die Insel zu einem abgeschiedenen Ort gemacht, der hauptsächlich für militärische und wissenschaftliche Zwecke genutzt wird und nur selten von Zivilisten betreten werden kann.
Das Betreten der Insel ist ohne offizielle Genehmigung nicht möglich, da sie als militärisches Sperrgebiet gilt. Taucher und Schnorchler können jedoch die umliegenden Gewässer vom Boot aus erkunden, wobei die meisten Ausflüge von ägyptischen Küstenorten aus organisiert werden.
Die Gewässer rund um die Insel beherbergen vier große Korallenriffe, die nach britischen Kartographen des 19. Jahrhunderts benannt sind: Gordon, Thomas, Woodhouse und Jackson. Diese Riffformationen sind bei Tauchern besonders beliebt, da sie eine außergewöhnliche Artenvielfalt in relativ geringer Tiefe bieten.
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