Omdurman, Historische Hauptstadt am westlichen Nilufer, Sudan.
Omdurman liegt am westlichen Nilufer unterhalb des Zusammenflusses von Blauem und Weißem Nil und bildet Teil der größten Metropolregion Sudans. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Flusses und verbindet Wohn- und Gewerbeviertel mit dem zentralen Basar und den Fabriken am Stadtrand.
Die Stadt entwickelte sich nach dem Sieg von Muhammad Ahmad gegen die britischen Truppen 1885 von einem kleinen Dorf zu einem größeren Zentrum als Hauptstadt des Mahdi-Staates. Die britische Rückeroberung 1898 beendete diese Zeit, doch das Gebiet blieb weiterhin bewohnt und wuchs im Laufe des 20. Jahrhunderts weiter.
Die Islamische Universität Omdurman unterrichtet seit 1912 islamisches Recht und religiöse Studien in der Nähe der Hauptmoschee. Studierende aus verschiedenen Regionen kommen hierher, um ihre Ausbildung in einer der ältesten islamischen Bildungseinrichtungen des Landes zu absolvieren.
Der zentrale Basar bietet Zugang zu lokalen Produkten wie Häuten, Textilien und landwirtschaftlichen Erzeugnissen, während Besucher auch Werkstätten für Kunsthandwerk und Möbel beobachten können. Die heißen Vormittage eignen sich weniger für längere Erkundungen, daher sind frühe Morgen- oder späte Nachmittagsstunden angenehmer.
Das restaurierte Grab von al-Mahdi steht nahe des Ortes, an dem britische Truppen das ursprüngliche Mausoleum 1898 zerstört hatten. Die frühere Residenz von Abd Allah wurde später in ein Museum umgewandelt, das Gegenstände aus der Zeit des Mahdi-Staates zeigt.
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