Östergötland, Provinz im Südosten Schwedens
Östergötland ist eine historische Provinz im Südosten Schwedens, die sich zwischen dem Vätternsee und der Ostsee erstreckt und durch Ackerland, bewaldete Hügel und mehrere Seen gekennzeichnet ist. Das Gebiet wird vom Motala-Flusssystem durchzogen, das verschiedene Gewässer miteinander verbindet und die Landschaft strukturiert.
Die Provinz wurde bereits in der Getica von Jordanes im 6. Jahrhundert erwähnt und entwickelte sich während der Wikingerzeit zu einem eigenständigen Gebiet mit eigenen Gesetzen. Später wurde sie in das vereinte Königreich Schweden integriert und verlor ihre politische Eigenständigkeit.
Der Name stammt aus dem Altnordischen und bedeutet Östliche Gauländer, wobei die Region seit Jahrhunderten durch die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Seen geprägt ist. Besucher bemerken heute noch die flachen Felder und Bauernhöfe, die sich zwischen Wald- und Wasserflächen erstrecken und das tägliche Leben vieler Bewohner bestimmen.
Linköping und Norrköping sind die größten Städte und dienen als Ausgangspunkte für Ausflüge in die ländlichen Gebiete und Seenlandschaften der Provinz. Viele kleinere Orte sind über Landstraßen erreichbar und bieten Zugang zu Wanderwegen und Wasserwegen.
In der Gemeinde Ödeshög steht der Rökstein, ein über drei Meter hoher Runenstein aus dem 9. Jahrhundert mit der längsten bekannten Runeninschrift. Der Text enthält rätselhafte Passagen über nordische Mythologie und historische Ereignisse, die bis heute nicht vollständig entschlüsselt sind.
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