Großsteingrab Havängsdösen, Neolithisches Großsteingrab in Haväng, Schweden
Das Großsteingrab Havängsdösen ist eine neolithische Grabkammer aus drei Seitensteinen von 1,65 m Länge und 0,5 m Breite, bedeckt von einer 2,7 × 2 m großen Platte. Die Kammer öffnet sich zum Meer und zum Sonnenaufgang zur Tagundnachtgleiche. Sie ist von einer rechteckigen Steinsetzung aus 16 Steinen von 0,6 bis 1,2 m Höhe umgeben, die etwa 60 m² umfasst.
Der Dolmen entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. als Anlage der Trichterbecherkultur und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts durch einen heftigen Sturm freigelegt. Die Ausgrabungen von 1869 erbrachten menschliche Skelettreste und eine Feuersteinaxt. Im Sommer 2015 nutzte ein Unbekannter das Grab als Grillplatz, wodurch der Deckstein riss.
Die Öffnung der Kammer weist zum Meer und zu dem Punkt, an dem die Sonne zur Frühjahrs- und Herbst-Tagundnachtgleiche aufgeht. Die Anlage liegt in Haväng auf Österlen, in der Gemeinde Ravlunda unmittelbar nördlich der Mündung des Verkaån in die Hanöbucht, am Südrand des Schießplatzes Ravlunda. Dolmen dieser Art enthielten in der Regel nur eine Bestattung, meist die einer angesehenen Person der Gemeinschaft.
Der Dolmen befindet sich in der Nähe des Strandes von Haväng und ist über markierte Wege vom Parkplatz erreichbar. Der Ort lässt sich gut zu Fuß erkunden und ist ganzjährig zugänglich.
Die Öffnung der Kammer weist zum Meer, dorthin, wo bei Frühlings- und Herbstäquinoktium die Sonne aufgeht. Die 16 Steine der rechteckigen Einfassung umschließen etwa 60 Quadratmeter; Dolmen mit solch vierseitiger Einfassung werden oft Langdolmen genannt. Im Sommer 2015 nutzte jemand das Grab als Grillplatz, durch die Hitze riss der 2,7 × 2 m große Deckstein.
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