Gotska Sandön, Nationalpark-Insel in der Ostsee, Schweden.
Gotska Sandön ist ein Nationalpark-Eiland in der Ostsee mit etwa 8 Kilometern Sandflächen, Kiefernwäldern und Kieseln. Die Insel wird von etwa 30 Kilometern Küstenstrand umgeben und bietet offene Dünen- und Waldlandschaften.
Nach der Reformation fiel die Insel an die schwedische Krone. 1543 beklagten Gotländer, dass die Robbenjagd auf Gotska Sandön wegen hoher Steuern fast aufgehört hatte; ein Verzeichnis von 1653 nennt für die Einwohner von Fårö jährlich 10 Robbenfelle und 2,5 Tonnen Robbenspeck als Abgabe für Jagd- und Fischereirechte. 1758 kaufte Johan Larsson Lythberg die Insel, um eine Schaffarm anzulegen, verlor sie aber 1762 nach einem Streit mit den Fårö-Bewohnern. Der Staat kaufte 1859 die Nordhälfte und 1861 den Rest zurück.
Der Name der Insel bedeutet „die gotländische Sandinsel“. Ihre Kapelle steht an der Nordwestspitze und gehört seit 2019 zusammen mit der Kirche von Fårö zur Gemeinde Fårö im Norra Gotlands pastorat. Die hölzernen Bauten der Leuchtfeuerstation mit roten Fassaden, symmetrisch um einen Hof angeordnet, zählen zu den Bauwerken, die der Nationalpark als sehenswert nennt.
Im Sommer fahren regelmäßig Boote von Fårö und vom Festlandhafen Nynäshamn zur Insel. Sie ist Nationalpark: Bleiben Sie auf den markierten Wegen und nähern Sie sich nicht der geschützten Kolonie der Kegelrobben im Norden; am besten blickt man von der Sälutkikstallen auf sie. Die Kapelle liegt an der Nordwestspitze.
Zwei identische Leuchttürme mit holzverkleidetem Stahlskelett auf Schraubpfählen entstanden 1858–1859 als Warnung vor dem gefährlichen Riff Kopparstenarna; der südliche Turm wurde 1903 abgerissen, nur der nördliche blieb. Zwei Jahre nach Errichtung eines dritten Feuers an der Südostspitze 1883 verband eine lokale Telefonleitung die Leuchtfeuerplätze.
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