Alsnö hus, Mittelalterliche Burgruine in Adelsö socken, Schweden
Alsnö hus ist die Ruine eines mittelalterlichen Ziegelpalastes auf der Insel Adelsö im Mälaren, von dem nur noch Teile der Grundmauern auf einem grasbewachsenen Hügel am Ufer erhalten sind. Die Ruine liegt neben fünf Grabhügeln von bis zu 45 Metern Durchmesser aus der Vendelzeit, und die romanische Adelsö-Kirche steht in der Nähe.
Alsnö hus wird erstmals 1200 als „mansionem regiam Alsnu“ erwähnt. Um 1270 ließ König Magnus Ladulås es durch einen Sommerpalast aus Ziegel ersetzen, in dem 1279 die Alsnö-Ordnung erlassen wurde. Ende des 14. Jahrhunderts lag das Gebäude in Trümmern, möglicherweise von mecklenburgischen Piraten niedergebrannt; die Ausgrabungen 1916–18 fanden zahlreiche Armbrustbolzen.
Der Name Alsnö hus bezeichnet den königlichen Hof, der 1200 als mansionem regiam Alsnu erwähnt wird. Hier erließ Magnus Ladulås beim Herredag 1280 die Alsnö-Ordnung, die den schwedischen Adel als eigenen Stand begründete. Die Stätte gehört zu Hovgården und liegt neben fünf Grabhügeln der Vendelzeit mit bis zu 45 Metern Durchmesser.
Die Ruine liegt auf einer grasbewachsenen Anhöhe am Ufer nordöstlich der Kirche von Adelsö, neben den Grabhügeln von Hovgården. Adelsö erreicht man über die Straße von Ekerö bis zur Kirche, von dort führt ein kurzer Weg zu den Steinen. Die Blöcke sind niedrig und teilweise von hohem Gras verdeckt, daher ist auf den Tritt zu achten.
Ausgrabungen in den Jahren 1916 bis 1918 brachten zahlreiche Armbrustbolzen zutage, die auf einen gewaltsamen Ende der Burg hindeuten. Diese Funde deuten darauf hin, dass das Gebäude möglicherweise von Piraten oder Feinden überfallen wurde.
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