Spånga-Tensta, Verwaltungsbezirk im Nordwesten von Stockholm, Schweden.
Spånga-Tensta ist ein Stadtbezirk im Nordwesten Stockholms, der sechs Stadtteile umfasst: Bromsten, Flysta, Solhem, Lunda, Sundby und Tensta. Die Gegend wechselt zwischen Einfamilienhausgebieten mit Gärten und größeren Wohnblöcken aus den 1960er und 1970er Jahren, die entlang breiter Straßen angeordnet sind.
Das Gebiet war bis Mitte des 20. Jahrhunderts überwiegend landwirtschaftlich geprägt, bevor es im Rahmen des schwedischen Wohnungsbauprogramms der 1960er Jahre in ein Wohngebiet umgewandelt wurde. Tensta entstand dabei als eines der sogenannten Millionenprogramm-Viertel, die in kurzer Zeit Tausende von Wohnungen für eine wachsende Bevölkerung schaffen sollten.
Tensta gilt als eines der bekanntesten multikulturellen Viertel Stockholms, und man spürt das beim Durchlaufen der Straßen: Läden mit Waren aus aller Welt, Cafés mit internationalen Gästen und Gespräche in vielen Sprachen prägen das Bild. In Spånga dagegen, mit seinen Einfamilienhäusern und ruhigen Alleen, fühlt man sich eher in einem klassischen schwedischen Vorort.
Die Station Spånga liegt an einer Pendlerbahnlinie, die direkt ins Stockholmer Zentrum führt, während mehrere Buslinien die einzelnen Stadtteile miteinander verbinden. Die Villengebiete rund um Spånga lassen sich gut zu Fuß erkunden, während die größeren Wohnblöcke in Tensta am einfachsten mit dem Bus erreicht werden.
Obwohl Tensta oft nur als Wohnviertel wahrgenommen wird, beherbergt es das Tensta Konsthall, eines der wenigen zeitgenössischen Kunstzentren Stockholms, das sich bewusst an ein lokales Publikum richtet, das selten in die Innenstadt fährt. Das Programm des Konsthalls beinhaltet häufig Arbeiten von Künstlern aus der Region oder mit Bezug zur Einwanderungsgeschichte Schwedens.
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