Runamo, Dolerit-Deich in der Gemeinde Ronneby, Schweden
Runamo ist eine Dolerit-Gangart in der Gemeinde Ronneby, die sich über etwa 22 Meter durch Granitgestein erstreckt. Die natürlichen Risse und Spalten sind entlang der gesamten Oberfläche sichtbar und prägen das Erscheinungsbild dieses geologischen Objekts.
Im 12. Jahrhundert dokumentierte der dänische Chronist Saxo Grammaticus die Existenz von Markierungen an dieser Stelle. Seine Aufzeichnungen lösten Debatten aus, die sich über Jahrhunderte hinzogen und Fragen über die Herkunft dieser Merkmale aufwarfen.
Der Felsen spielte eine Rolle in der nordischen Forschungsgeschichte, da Gelehrte lange Zeit seine natürlichen Muster als alte Inschriften deuteten. Dieses Missverständnis führte zu intensiven wissenschaftlichen Diskussionen über die wahre Natur der Markierungen.
Das Gelände ist über markierte Wege erreichbar, die von der Bräkne-Hoby-Kirche etwa 2,7 Kilometer entfernt beginnen. Die Wege sind einfach zu folgen und bieten einen direkten Zugang zum geologischen Objekt.
Die natürlichen Verwitterungsmuster im Dolerit sahen für frühere Gelehrte wie alte Runeninschriften aus, die angeblich die Schlacht von Brávellir beschrieben. Später stellte sich heraus, dass diese vermeintlichen Runenschriften nur zufällige Markierungen waren, die durch geologische Prozesse entstanden.
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