Sandby borg, Eisenzeitliche Ringburg in Öland, Schweden
Sandby borg ist eine eisenzeitliche Ringfestung auf Öland mit einer kreisförmigen Struktur und Kalksteinmauern. Das Fort enthält 53 Steinfundamente von Häusern, die in einem radialen Muster angeordnet sind, mit drei identifizierten Eingangstoren.
Die Festung entstand in der frühen Eisenzeit und wurde in der späten Romerzeit bewohnt, bevor sie im späten 5. Jahrhundert zerstört wurde. Archäologische Ausgrabungen zeigen, dass die Einwohner bei einem verheerenden Angriff starben und ihre Körper an Ort und Stelle zurückblieben.
Hier lebte eine sozial gehobene Bevölkerung, deren Wohlstand durch importierte römische Glaskücke und silberne Verzierungen sichtbar wird. Diese Funde zeigen, dass der Ort in überregionale Handelsnetzwerke eingebunden war.
Die Stätte wird von dem Kalmar County Museum mit laufenden Ausgrabungen verwaltet und bietet organisierten Besuch für Forscher und Schulgruppen an. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände mit Steinfundamenten und unebenen Flächen uneben ist.
Das Fort zeigt Spuren eines plötzlichen Endes, wobei Knochen und Objekte still in ihren ursprünglichen Positionen liegen, was einen einzigartigen Einblick in einen Moment der Zerstörung bietet. Diese "eingefrorene Zeit" ermöglicht Archäologen, den Alltag und die Gewalt dieses Ereignisses auf ungewöhnliche Weise zu verstehen.
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