Redoute Rindö, Militärfort in Vaxholm, Schweden
Die Redoute Rindö liegt auf der westlichen Landzunge der Insel Rindö, nicht an der Nordspitze. Ihr Donjon aus Granit, dessen Hoffassade aus Ziegel besteht, ist nach Nordwesten gerichtet und wird im Südwesten durch eine Spärrmur abgeschlossen; die übrigen Seiten umgeben Wälle und ein tiefer Graben. Zwei vorspringende Kaponiere, die ersten ihrer Art in Schweden, bestrichen die gesamte Verteidigungslinie.
Die Redoute wurde vom Festungsingenieur Johan af Kleen entworfen und zwischen 1858 und 1863 an der Westspitze Rindös erbaut, um die Festung Vaxholm bei der Verteidigung der Zufahrt nach Stockholm zu ergänzen. Nach den Schießversuchen von 1872, bei denen das Panzerschiff HMS Hildur die neuen Mauern der Festung Vaxholm durchschlug, wurde die 12. Batterie vor der Redoute hinzugefügt. Durch den Verteidigungsbeschluss von 1925 wurde die innere Verteidigungslinie aus der Kriegsorganisation entfernt, und die Redoute diente nach dem Krieg als Militärdepot.
Das Werk zeigt, wie Schweden im 19. Jahrhundert seine Küstenzonen schützte und welche Bedeutung Wasser-Verteidigungsanlagen für die nationale Sicherheit hatten. Heute ist es ein Ort, wo Besucher sehen können, wie strategische Gedanken in Stein und Kanonen umgesetzt wurden.
Besucher können das Fort per Fähre erreichen, die regelmäßig von Vaxholm zur Insel Rindö fährt und nur wenige Minuten dauert. Die beste Zeit zum Besuch ist während der wärmeren Monate, wenn Fährverbindungen verlässlicher sind und das Wetter angenehm zum Erkunden ist.
Die beiden Kaponiere der Redoute, vorspringende Werke für Flankenfeuer entlang der gesamten Verteidigungslinie, waren die ersten ihrer Art in Schweden. Die nach 1872 davor angelegte 12. Batterie war ebenso die erste des Landes, deren Geschütze unter Panzerkuppeln standen.
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