Höhlen von Škocjan, Höhlensystem in Divača, Slowenien.
Das unterirdische System erstreckt sich über 6,2 Kilometer (6.200 Meter) durch Kalksteinformationen und umfasst mehrere miteinander verbundene Kammern mit Stalaktiten, Stalagmiten und Tropfsteinvorhängen, während der Fluss Reka durch tiefe Schluchten innerhalb der Höhle fließt und Wasserfälle sowie natürliche Brücken in der Felsstruktur bildet.
Lokale Bewohner kannten die Höhlen seit Jahrhunderten, doch systematische Erkundungen begannen in den 1840er Jahren unter Adolf Schmidl, der ausführliche Kartierungen durchführte. Archäologen entdeckten Beweise menschlicher Nutzung während der Bronzezeit und Eisenzeit, darunter Keramikfragmente und Werkzeuge, während das Gebiet 1980 rechtlichen Schutz erhielt und sechs Jahre später die UNESCO-Anerkennung folgte.
Die Höhlen bildeten über Generationen einen wichtigen Bezugspunkt für die lokale Bevölkerung und entwickelten sich zu einem zentralen Symbol für den Naturschutz in Slowenien, was zur Einrichtung eines der ersten geschützten Gebiete des Landes führte und heute wissenschaftliche Forschung aus verschiedenen Disziplinen anzieht.
Reservierungen werden empfohlen, da die tägliche Besucherzahl begrenzt ist. Touren dauern etwa 90 Minuten und beinhalten das Gehen auf befestigten Wegen mit über 500 Stufen. Die Temperatur bleibt das ganze Jahr über bei 12 Grad Celsius (54 Grad Fahrenheit), daher wird warme Kleidung empfohlen. Der Eingang liegt 3 Kilometer (1,9 Meilen) vom Bahnhof Divača entfernt, mit Busverbindungen in den Sommermonaten.
Der Cerkvenik-Wasserfall im Inneren stürzt 12 Meter (39 Fuß) durch eine Öffnung in der Decke und ist der einzige dauerhaft überirdische Abschnitt des Flusses innerhalb des Karstsystems. Eine Kolonie von über 250 Zwergfledermäusen überwintert in den Kammern, geschützt durch spezielle Managementprotokolle während der Hibernationsperioden.
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