Kloster Kostanjevica, Franziskanerkloster auf Hügel in Nova Gorica, Slowenien
Das Kostanjevica-Kloster ist ein Franziskanerkloster auf einem Hügel zwischen Nova Gorica und Pristava in Slowenien. Der Komplex besteht aus Steingebäuden mit einer Kirche, unter deren Altar sich eine Gruft befindet, und enthält eine umfangreiche Bibliothek mit alten Büchern.
Der Ort wurde 1623 als karmelitisches Heiligtum gegründet, geriet aber unter die Herrschaft der Franziskaner, nachdem Kaiser Joseph II. 1781 die Orden auflöste. Die Mönche übernahmen das Gelände Anfang des 19. Jahrhunderts.
Die Einheimischen nennen das Kloster Kapela. Die Bibliothek, benannt nach dem slowenischen Sprachwissenschaftler Stanislav Škrabec, der hier über 40 Jahre lebte, bewahrt Texte vom 16. bis 19. Jahrhundert auf, darunter die erste slowenische Grammatik von Adam Bohorič mit der Widmung des Autors. 2004 wurde über der Krypta ein Rosengarten angelegt.
Der Ort liegt auf einem Hügel und ist leicht zu Fuß erreichbar, bietet aber wenig Schatten auf dem Weg nach oben. Die beste Zeit zum Besuch ist in den kühleren Monaten, und man sollte festes Schuhwerk mitbringen.
Karl X. starb nicht im Kloster, sondern 1836 in Görz; seine sterblichen Überreste wurden später in die Gruft überführt, in der sechs Angehörige der französischen Bourbonen liegen, darunter der Graf von Chambord (Heinrich V.) und der Herzog von Blacas, ein Höfling des Königs. Auch Maria Theresia von Österreich-Este ist dort bestattet.
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