Kamšt, Hölzerne Wasserpumpe in Idrija, Slowenien.
Der Kamšt ist eine 1790 errichtete Wasserpumpe mit einem großen Holzrad von etwa 14 Metern Durchmesser, die dazu entwickelt wurde, Wasser aus den Quecksilberbergwerken herauszupumpen. Der Mechanismus funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Das Rad wurde von fließendem Wasser angetrieben und zog das Wasser dann nach oben, wo es abfließen konnte.
Diese Pumpe wurde 1790 gebaut, um ein großes Problem der Bergwerke zu lösen: Wasser, das in den Schächten eindrang, musste ständig entfernt werden. Sie arbeitete reibungslos für 158 Jahre bis 1948, bevor die Bergwerke endgültig geschlossen wurden.
Der Mechanismus zeigt, wie Bergarbeit die Identität von Idrija prägte und das Leben der Menschen in dieser Region über viele Generationen hinweg bestimmte. Besucher können heute noch sehen, wie eng Bergbau und Alltag miteinander verflochten waren.
Der Ort liegt im Zentrum von Idrija und ist zu Fuß leicht zu erreichen, die Besichtigung funktioniert am besten an Wochentagen, wenn weniger Besucher vor Ort sind. Gutes Schuhwerk wird empfohlen, da der Boden um das alte Pumpsystem herum uneben sein kann.
Nebenan stehen zwei der ältesten bewerteten Lokomotiven Sloweniens, die einst in den Bergwerken selbst zum Transport von Erz eingesetzt wurden. Diese dampfbetriebenen Fahrzeuge erinnern an eine ganz andere Ära des Bergbaus, in der Schienen und Maschinen den Arbeitsalltag bestimmten.
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