Tajchy, Historische Wasserreservoire in den Štiavnica Bergen, Slowakei
Das tajch ist ein Netz aus 24 künstlichen Seen in der Región Štiavnica, die durch etwa 100 Kilometer Kanäle verbunden sind. Das System erstreckt sich über die Berglandschaft und schafft eine charakteristische Wasserlandschaft mit zahlreichen Seen unterschiedlicher Größe.
Das Netzwerk entstand zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, um die Silberminen von Banská Štiavnica mit Wasser zur Stromerzeugung zu versorgen. Die Ingenieure dieser Zeit schafften damit eines der ersten großen Wasserkraft-Versorgungssysteme Europas für Bergbau.
Die Wasserbecken waren zentral für die Bergbauschule von Banská Štiavnica, die ab 1762 Fachleute aus ganz Europa anzog. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie dieses Wassersystem als praktisches Klassenzimmer für Bergbautechniken diente.
Besucher finden rund um die Becken mehrere Erholungsbereiche mit Bademöglichkeiten, Campingplätzen, Bootsverleih und Wanderwegen. Die beste Zeit zum Erkunden ist zwischen Mai und September, wenn die meisten Einrichtungen offen und das Wetter zum Aktivsein einlädt.
Der Rozgrund-Damm zählt zu den höchsten Staudämmen, die für den Bergbau gebaut wurden, und zeigt die technische Raffinesse der frühneuzeitlichen Ingenieure. Seine Höhe verdeutlicht, wie ambitioniert dieses Wassersystem konzipiert war.
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