Chatam Sofer Memorial, Friedhof in der Slowakei
Das Chatam Sofer Memorial ist ein unterirdischer Friedhof in Bratislava, der 23 Gräber wichtiger Rabbiner und Tora-Gelehrter enthält. Das Ensemble wurde zwischen 2000 und 2002 nach einem modernen Entwurf des Architekten Martin Kvasnica restauriert und kombiniert zeitgenössisches Design mit Respekt vor jüdischen Traditionen.
Das ursprüngliche Friedhofsgelände stammt aus dem 17. Jahrhundert, als die jüdische Gemeinde Bratislavas einen Bestattungsplatz schuf. Während des Zweiten Weltkriegs wurden 1943 und 1944 die meisten Gräber durch Bauarbeiten zerstört und die Überreste woanders neu beigesetzt.
Der Ort ist dem Andenken an Rabbiner Moshe Schreiber gewidmet, der im 19. Jahrhundert die jüdische Gemeinde Bratislavas leitete und eine einflussreiche Jeschiwa gründete. Sein Name "Chatam Sofer" stammt aus seinen Schriften und ist bis heute in der jüdischen Gelehrsamkeit präsent.
Besucher sollten bescheidene Kleidung tragen und zeigen Respekt durch ruhles Verhalten; Männer werden gebeten, ihre Köpfe mit Hüten oder Kappen zu bedecken. Der Ort liegt in einer friedlichen Gegend Bratislavas und ist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar.
Von den Hunderten von Gräbern, die einst auf diesem Friedhof lagen, überlebten nur 22 Gräber die Zerstörung während des Zweiten Weltkriegs. Heute ist die geringe Anzahl erhaltener Gräber ein starkes Zeugnis der Widerstandsfähigkeit und des Gedenkens an die Gemeinde, die trotz schwerer Verluste ihre Identität bewahrte.
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