Liptauer Stausee, Künstlicher Stausee in der Nordslowakei.
Der Stausee liegt zwischen den hohen Bergen im Norden und erstreckt sich über ein breites Becken südlich von Liptovský Mikuláš. Das Wasser bildet heute einen der größten See-artigen Bereiche im slowakischen Hochland und reicht von flachen Ufern bis zu tieferen Zonen nahe dem Damm.
Die Talsperre entstand Ende der 1960er und in der ersten Hälfte der 1970er Jahre nach mehreren Jahren Planung und Bauarbeiten. Beim Aufstauen verschwanden ganze Orte unter dem Wasser, darunter Liptovská Sielnica, Paludza und Liptovská Mara.
Die archäologische Stätte Havránok oberhalb des Stausees enthält Überreste keltischer Siedlungen und mittelalterlicher Strukturen, die während des Staudammbaus entdeckt wurden.
Das Ufer bietet Zugang für Spaziergänge, das Wasser lässt sich mit kleinen Booten erkunden und in manchen Abschnitten ist Schwimmen möglich. Die umliegenden Berghänge sorgen für Windrichtungen, die beim Segeln oder Windsurfen nützlich sind.
Eine gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert wurde vor der Flutung Stein für Stein abgetragen und im Freilichtmuseum in Pribylina wieder aufgebaut. Der archäologische Fundort Havránok oberhalb des Ufers zeigt keltische Siedlungsspuren, die während der Bauphase entdeckt wurden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.