Havran, Berggipfel in der Hohen Tatra, Slowakei
Havran (2.151,5 m) ist der höchste Gipfel der Belianske Tatry, ein Kalksteingipfel im Hauptkamm zwischen Nový und Ždiarska vidla. Seine breite, gerundete Kuppe erhebt sich über Nadelwald; nackter grauer Fels ist von fast senkrechten Rillen und Rinnen durchzogen, mit hellen Felsbändern am unteren rechten Hang. Der Gipfel ist für Wanderer gesperrt.
Der Name Havran kam erst vor etwa hundert Jahren auf; zuvor wurde der Gipfel mit der benachbarten Płaczliwa Skała als Gabelspitze zusammengefasst, slowakisch Nižna vidla oder Panská vidla. 1887 kaufte Fürst Christian Hohenlohe diesen Teil der Tatra für die Jagd, umzäunte ihn und verbot den Zutritt. Später führte ein gelb markierter Weg von Ždiar auf den Gipfel, der 1978 geschlossen wurde, als das Massiv Teil des strengen Reservats Belianske Tatry wurde.
Der Gipfel ist unter verschiedenen Namen bekannt: Havran auf Slowakisch, Holló-kő auf Ungarisch und Hawrań auf Polnisch, was die sprachliche Vielfalt der Region widerspiegelt. Diese unterschiedlichen Bezeichnungen zeigen, wie die Berge verschiedene Kulturen und Völker verbinden.
Der Gipfel ist seit 1978 für Wanderer gesperrt, als er in das Nationale Naturreservat Belianske Tatry eingegliedert wurde; kein markierter Weg führt hinauf. Der nächste markierte Weg ist der blau markierte Pfad von Tatranská Javorina über Zadné Meďodoly und Kopské sedlo nach Tatranské Matliare. Ein Lehrpfad durch die Monkova dolina steigt zum Sattel Široké sedlo (1825,5 m) an.
Der Massiv birgt mehr als ein Dutzend Höhlen, die bekannteste ist Jaskinia Strzystarska, mit 201 m die tiefste der Bielskie Tatry. Die höchste Wand dieser Berge, rund 250 m hoch, fällt vom Skrajny Hawrani Kopiniak in das Dolina Hawrania ab. Władysław Broniewski schrieb 1935 das Gedicht Hawrań i Murań.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.602 Mitwirkenden weltweit.