Brokopondo-Stausee, Künstlicher See im Distrikt Brokopondo, Suriname
Das Brokopondo-Stausee ist ein künstlich angelegter See in Suriname, der etwa 1.560 Quadratkilometer versunkenes Waldland bedeckt. Das Wasser ist durchsetzt mit zahlreichen toten Baumstämmen, die aus der Oberfläche ragen und dem See ein markantes Aussehen verleihen.
Die Afobaka-Talsperre wurde 1964 fertiggestellt und schuf damit dieses Stausee durch Flutung des Waldlandes. Das Projekt führte zur Umsiedlung von etwa 5.000 Maroon-Bewohnern in neue Dörfer.
Das Stausee veränderte das Leben lokaler Gemeinschaften tiefgreifend und führte zur Gründung neuer Dörfer, in denen vertriebene Menschen ihre Traditionen weiterleben. Die Bewohner dieser neuen Siedlungen prägen das Gebiet bis heute mit ihren Bräuchen und ihrer Lebensweise.
Besucher können das Stausee am besten mit dem Boot erkunden, um die toten Baumstämme aus der Nähe zu sehen und die verschiedenen Inseln zu erreichen. Es ist wichtig, einen lokalen Führer zu haben, um sicher zu navigieren und die besten Routen zum Erkunden zu kennen.
Das Kraftwerk an der Afobaka-Talsperre erzeugt etwa 95 Prozent der Stromversorgung Surinames und ist damit eine kritische Infrastruktur für das Land. Diese Abhängigkeit zeigt, wie sehr die Nation von diesem einen Projekt abhängt.
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