Portugiesisch-São Tomé und Príncipe, Portugiesische Kolonie im Golf von Guinea, Afrika.
Portugiesisch São Tomé und Príncipe war ein Inselgebiet im Golf von Guinea mit zwei bewohnten Hauptinseln, die etwa 150 Kilometer auseinander lagen. Das Gebiet produzierte zunächst Zucker in großem Maßstab, später auch Kaffee und Kakao mit großflächigen Plantagen.
Portugiesische Seefahrer entdeckten diese unbewohnten Inseln 1470 und besiedelten sie mit Strafgefangenen und jüdischen Kindern aus Portugal. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich das Gebiet von einer Strafkolonie zu einer wohlhabenden Plantageninselgesellschaft.
Die Gesellschaft auf den Inseln entstand aus der Vermischung von portugiesischen Siedlern und afrikanischen Frauen, was zu einer eigenen afro-portugiesischen Bevölkerung führte. Diese Gruppe übernahm wichtige Verwaltungsaufgaben während der Kolonialzeit und prägte das soziale Gefüge der Inseln nachhaltig.
Das Gelände war vulkanischen Ursprungs und bot ideale Bedingungen für intensive Landwirtschaft, besonders für den Anbau von Zucker, Kaffee und Kakao. Besucher sollten beachten, dass das Inselgebiet in den tropischen Gewässern Zentralafrikas liegt und dadurch besonderen klimatischen Bedingungen unterlag.
Das Inselgebiet verlegte seine Hauptstadt dreimal während der Kolonialzeit: von São Tomé nach Santo António und schließlich wieder zurück nach São Tomé bis zur Unabhängigkeit. Diese Wechsel spiegeln die sich verändernden wirtschaftlichen und verwaltungstechnischen Prioritäten der Kolonialinsel wider.
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