Hissor, Stadt in Tadschikistan
Hisar ist eine Stadt in Westrajikistan, etwa 25 Kilometer von der Hauptstadt Duschanbe entfernt, die in einem fruchtbaren Tal am Fluss Khanaka liegt. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Festung auf einem Hügel, die von Lehmziegelmauern, Türmen und Toren umgeben ist; daneben stehen zwei Madrasa-Gebäude, von denen eines ein Museum mit sowjetischen Objekten beherbergt und das andere die Sangin-Moschee enthält.
Die Festung wurde bereits um 1000 v. Chr. erwähnt und war über 3000 Jahre lang ein wichtiger Verteidigungspunkt und Handelsknotenpunkt. Sie wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, unter anderem von Arabern, Mongolen und Herrschern aus Buchara, und erhielt im 16. Jahrhundert neue Strukturen wie ein Tor, eine Madrasa und ein Mausoleum.
Die Stadt hat einen starken Bezug zum Islam, sichtbar in den alten Moscheen und Madrasas, die das Straßenbild prägen. Lokale Hochzeitsfeiern finden regelmäßig in der Festung statt, besonders sonntags, und zeigen, wie Geschichte und gegenwärtiges Leben hier miteinander verwoben sind.
Ein Besuch in Hisar funktioniert gut als Tagesausflug von Duschanbe aus und dauert etwa einen halben Tag; die beste Zeit ist am frühen Morgen, besonders im Sommer, da es in der Festung wenig Schatten gibt. Man kann mit dem Auto, Taxi oder Minibus (Linie 8 vom Zarnisor Basar) anreisen, oder mit der Bahn, wobei man danach noch etwa 5 Kilometer zur Festung laufen muss.
Ein Karavanserai aus dem Jahr 1808 steht noch heute in Ruinen neben den Madrasas und erinnert an die Zeit, als Kaufleute mit Kamelen hier rasteten. Die meisten Materialien des Gebäudes wurden jedoch während der Sowjetzeit für den Bau eines Theaters in Duschanbe verwendet, so dass nur noch die untere Struktur erhalten ist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.