El Kef, Stadt in Tunesien
El Kef ist eine Stadt, die auf der Südseite des Berges Jebel Dyr erbaut wurde und sich gegen die Berge des Hohen Atlas im Nordwesten von Tunesien lehnt. Die alte Medina mit ihren engen Gassen und Steinhäusern liegt auf dem Hügel, während die neueren Viertel in einem Rastermuster angelegt sind und verschiedene architektonische Stile aus mehreren Jahrhunderten zeigen.
El Kef begann als alte Numidierstadt, lange bevor die Römer kamen, und wurde um 241 v.Chr. erobert, später von Byzanz und dann nach 680 n.Chr. von der islamischen Welt. Die Stadt war Zentrum der arabisch-islamischen Kultur zwischen 688 und 689 n.Chr., stand später unter osmanischer Herrschaft vom 17. bis 19. Jahrhundert und war dann Teil des französischen Tunesien während der Kolonialzeit.
Der Name El Kef geht auf eine lange Geschichte der Besatzung zurück und wurde in verschiedenen Epochen Sicca, Sicca Veneria oder Cirta genannt. Die Stadt bewahrt bis heute Zeichen ihrer religiösen Vielfalt, mit einer alten Synagoge namens Ghriba neben Moscheen und dem Mausoleum von Sidi Bou Makhlouf, einem wichtigen Sufi-Heiligen, der noch immer von Besuchern aufgesucht wird.
Die Stadt liegt auf einer relativ hohen Höhe mit kühlen Wintern und angenehmen Frühlingen, daher sollten Besucher je nach Jahreszeit passende Kleidung einplanen. Lokale Verkehrsmittel wie Taxis und Busse verbinden die Stadt, und die Eisenbahn ermöglicht Reisen nach Tunis und andere nahegelegene Orte.
Das Plateau von Jugurtha in der Nähe erhebt sich etwa 1200 Meter hoch und trägt Legenden über den alten numidischen König Jugurtha und römische Kämpfe. Das Plateau enthält auch alte Wasserspeicher und fossile Überreste von Meereslebewesen wie Haien, was zeigt, dass die Region einst unter Wasser lag.
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