Kairouan, Heilige islamische Stadt im Norden Tunesiens
Kairouan ist eine ummauerte Altstadt im Norden Tunesiens, die seit dem 7. Jahrhundert durchgehend bewohnt wird. Die engen Gassen führen zwischen weißen und ockerfarbenen Häusern entlang, und mehrere alte Tore mit geschnitzten Holztüren markieren noch immer die Eingänge zur Medina.
Arabische Truppen gründeten die Siedlung im Jahr 670 nach Christus als Stützpunkt für die Kontrolle der Region. Im Mittelalter wuchs der Ort zu einem wichtigen Zentrum der islamischen Gelehrsamkeit und zog Studenten aus dem gesamten Maghreb an.
Die Stadt gilt unter Muslimen als besonders heilig, und viele ältere Bewohner tragen noch heute die traditionelle weite Kleidung und Kopfbedeckung. Markthändler verkaufen handgeknüpfte Teppiche und Süßigkeiten aus Datteln, während in den Gassen der Duft nach Minztee und Orangenblütenwasser hängt.
Der Besuch der Medina erfordert bequeme Schuhe, da die Gassen oft uneben gepflastert und stellenweise steil sind. Viele religiöse Stätten verlangen eine bescheidene Kleidung ohne Schultern oder Knie, und Schuhe müssen vor dem Betreten einiger Gebäude ausgezogen werden.
In der Moschee des Barbiers ruht der Gefährte des Propheten Mohammed namens Abu Zama al-Balawi, und Pilger berühren sein Grab mit der Hand, um Segen zu erbitten. Manche sagen, dass sieben Besuche in der Stadt so viel Verdienst bringen wie eine Wallfahrt nach Mekka.
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