Große Moschee von Kairouan, Moschee in Kairouan, Tunesien
Die Große Moschee von Kairouan ist ein religiöses Bauwerk in Kairouan, Tunesien, das zu den bedeutendsten islamischen Gebäuden Nordafrikas zählt. Die Gebetshalle ruht auf zahlreichen Säulen aus Marmor und anderem Stein, während der Innenhof von überdachten Gängen umgeben ist, die Schatten spenden.
Ein arabischer Feldherr gründete das Gebäude im siebten Jahrhundert nach Christus, als sich islamische Armeen in Nordafrika ausbreiteten. Herrscher aus der Aghlabiden-Dynastie erweiterten es zwei Jahrhunderte später erheblich und schufen die heutige Grundform mit ihren Arkaden und dem hohen Turm.
Der Name leitet sich vom arabischen Wort für Lager ab, da hier einst ein Militärposten stand. Heute sehen Besucher Säulen aus verschiedenen römischen Ruinen, die beim Bau wiederverwendet wurden und dem Gebetsraum seinen besonderen Charakter verleihen.
Der Innenhof bietet Raum zum Verweilen, während die umlaufenden Gänge vor Sonne schützen und Orientierung geben. Besucher sollten auf bescheidene Kleidung achten und können verschiedene Eingänge nutzen, je nachdem ob sie beten oder das Bauwerk erkunden möchten.
Ein hölzerner Predigtstuhl aus dem neunten Jahrhundert gilt als ältestes erhaltenes Exemplar seiner Art in der islamischen Welt. Die Tafeln zeigen Schnitzereien, die Techniken aus Byzanz und Mesopotamien miteinander verbinden und über Handelswege hierher gelangten.
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