Phrygien, Historisches Königreich in Zentralanatolien, Türkei
Phrygien war ein antikes Königreich auf dem anatolischen Hochplateau zwischen den heutigen Städten Afyon, Eskişehir und Ankara, mit seinem Zentrum entlang des Sangarios-Flusses. Das Gebiet erstreckt sich über eine weite Hochebene im westlichen Zentralanatolien und umfasst mehrere archäologische Fundstätten aus jener Epoche.
Das phrygische Königreich bestand vom 12. bis zum 7. Jahrhundert vor Christus und erlebte seine größte Ausdehnung unter König Midas im 8. Jahrhundert vor Christus. Im Jahr 675 vor Christus brachten Einfälle der Kimmerer aus dem Norden das Reich zu Fall und beendeten damit die phrygische Herrschaft in der Region.
Die Phryger entwickelten fortschrittliche Techniken in Metallarbeit, Holzschnitzerei und Stickerei, produzierten hochwertige Teppiche und Wollprodukte.
Die archäologische Hauptstätte Gordion liegt etwa 100 Kilometer (62 Meilen) südwestlich von Ankara und zeigt Reste der ehemaligen Hauptstadt, darunter Gräber und Heiligtümer aus Stein. Viele Fundstücke aus den Ausgrabungen befinden sich heute im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara, das regelmäßig geöffnet ist.
Der Grabhügel von Midas misst 53 Meter (174 Fuß) in der Höhe und 300 Meter (984 Fuß) in der Breite und gilt als einer der größten erhaltenen Tumuli der Antike. Im Inneren der Kammer fanden Archäologen aufwendig verzierte Holzmöbel und Bronzegefäße, die den Reichtum der phrygischen Herrscher bezeugen.
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