Milet, Archäologische Stätte in der Provinz Aydın, Türkei
Miletus ist eine antike Stätte in der türkischen Provinz Aydın, südlich von Balat am Ufer der Ebene, die einst ein Meereszugang war. Auf dem Gelände stehen Säulen, Fundamente von Tempeln und Reste eines Theaters, dessen Sitzreihen terrassenartig in den Hang führen.
Griechische Siedler bauten die Stadt um 1100 v. Chr., und über die Jahrhunderte wurde sie zur Mutter von etwa 90 neuen Siedlungen am Schwarzen Meer und in anderen Küstengebieten. Die Perser eroberten und zerstörten den Ort 546 v. Chr., doch er wurde später unter römischer Herrschaft wieder aufgebaut.
Schon in der Antike legten Baumeister hier Straßen im rechtwinkligen Muster an, ein Entwurf, der viele andere Städte im Mittelmeerraum beeinflusste. Besucher erkennen diese Planung noch heute an den Überresten der Mauern und Plätze, die zeigen, wie Menschen vor mehr als zwei Jahrtausenden ihren Alltag organisierten.
Das Gelände ist weitläufig, festes Schuhwerk und Sonnenschutz sind sinnvoll, da es wenig Schatten gibt. Wer die Reste des Theaters und des Hafens sehen möchte, sollte etwa zwei Stunden einplanen, um die verschiedenen Bereiche in Ruhe zu erkunden.
Am früheren Löwenhafen stehen noch steinerne Löwenfiguren, die als Wahrzeichen den Eingang zum Marinestützpunkt markierten. Diese Skulpturen dienten auch als Orientierungshilfe für Schiffe, die bei schwierigen Wetterverhältnissen Schutz suchten.
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