Haus der Mutter Maria, Religiöser Schrein in Selçuk, Türkei
Das Haus der Jungfrau Maria ist ein Pilgerort in den bewaldeten Hügeln oberhalb von Selçuk, etwa neun Kilometer vom Zentrum entfernt. Die Kapelle aus Stein umfasst einen Altarraum mit einer Marienstatue und eine kleine Kammer, die nach der Überlieferung als Schlafstätte gedient haben soll.
Zwei Lazaristen entdeckten den Bau im Jahr 1891, nachdem sie den veröffentlichten Visionen der deutschen Ordensschwester Anne Catherine Emmerich folgten. Papst Paul VI. besuchte das Haus 1967 und verlieh dem Ort offizielle Anerkennung.
Der Ort zieht Gläubige aus verschiedenen Religionen an, die hier Kerzen entzünden und Gebete sprechen. Pilger tragen oft Wasser aus der nahegelegenen Quelle mit sich, der Heilkräfte zugeschrieben werden.
Taxis vom Zentrum Selçuks bringen Besucher in etwa 15 Minuten zum Eingang, der Weg führt durch kurvige Straßen bergauf. Die Anlage ist gepflegt und für die meisten Besucher zugänglich, der Kapellenraum selbst ist kompakt.
Ein Mauerstück neben der Kapelle ist mit Tüchern, Bändern und Zetteln bedeckt, die Besucher dort befestigen. Die Wünsche und Gebete stammen von Menschen aus der ganzen Welt und bilden ein buntes, sich ständig veränderndes Mosaik.
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