Çatalhöyük, Neolithische archäologische Stätte in der Provinz Konya, Türkei.
Çatalhöyük ist eine prähistorische Siedlung aus der Jungsteinzeit in der Provinz Konya, die aus dicht aneinander gebauten Lehmziegelhäusern besteht. Die Gebäude wurden direkt nebeneinander errichtet und über Öffnungen in den Dächern betreten, nicht durch Türen auf Straßenebene.
Die Siedlung entstand um 7500 v. Chr. und blieb bis 5700 v. Chr. bewohnt, was eines der frühesten Beispiele landwirtschaftlicher Gemeinschaften in der Menschheitsgeschichte darstellt. Die Menschen begannen hier, Getreide anzubauen und Tiere zu domestizieren, was einen wichtigen Übergang von nomadischem zu sesshaftem Leben markierte.
Die Bewohner malten detaillierte Wandbilder und fertigten weibliche Figuren in ihren Häusern an, was fortgeschrittene künstlerische Fähigkeiten während der Jungsteinzeit zeigt. Diese Objekte sind heute in Museen und teilweise als Rekonstruktionen vor Ort zu sehen und geben Einblick in frühe religiöse oder rituelle Praktiken.
Besucher können die ausgegrabenen Bereiche erreichen und die rekonstruierten Wohnungen über erhöhte Gehwege betrachten, die die archäologischen Überreste schützen. Das Gelände ist teilweise überdacht, was bei heißem Wetter Schatten bietet, und die Wege sind für die meisten Besucher gut begehbar.
Jedes Haus enthielt festgelegte Bereiche für bestimmte Tätigkeiten, und die Bewohner begruben ihre Toten unter den Böden ihrer Wohnräume. Diese Praxis zeigt eine enge Verbindung zwischen den Lebenden und ihren Vorfahren im täglichen Leben der Gemeinschaft.
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