Karien, Historische Region im südwestlichen Anatolien, Türkei
Karien ist eine historische Region im südwestlichen Anatolien in der Türkei, die sich entlang der Ägäisküste von der Halbinsel Bodrum bis zur Mündung des Großen Mäander erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen zerklüfteten Bergen, engen Küstenbuchten und breiten Tälern, in denen Olivenhaine und Pinienwälder wachsen.
Das Gebiet entwickelte sich zwischen dem achten und siebten Jahrhundert vor Christus als eigenständige Einheit mit Städten wie Halikarnassos und Milas als Zentren. Nach der Eroberung durch die Perser im sechsten Jahrhundert vor Christus blieb die Region unter wechselnder Herrschaft, bis sie schließlich Teil des Römischen Reiches wurde.
Die Bewohner der Region nannten sich nach ihrem legendären Vorfahren Kar und hielten trotz des griechischen Einflusses an ihrer eigenen Sprache fest, bis sie im dritten Jahrhundert vor Christus allmählich verschwand. Das Gebiet war bekannt für seine Seeleute und Söldner, die im gesamten Mittelmeerraum dienten.
Viele Überreste befinden sich im Landesinneren zwischen den Küstenorten Bodrum und Fethiye, erreichbar über gewundene Bergstraßen mit Aussichtspunkten auf das Meer. Im Sommer können die Tempelanlagen sehr heiß werden, daher empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag.
Einige Felsengräber in der Nähe der Stadt Dalyan sind nur mit dem Boot erreichbar und wurden direkt in steile Klippen über dem Fluss gehauen. Diese monumentalen Fassaden zeigen ionische Säulen und Dreiecksgiebel, die noch heute vom Wasser aus sichtbar sind.
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