Nysa am Mäander, Archäologische Stätte in Sultanhisar, Türkei
Nysa ist eine antike Stadt und archäologische Stätte in Sultanhisar, in der Provinz Aydın in der Türkei. Die Ruinen erstrecken sich über mehrere Geländeebenen und umfassen ein Theater, ein Stadion, ein Gymnasium, eine Bibliothek sowie drei steinerne Brücken, die über natürliche Täler führen.
Nysa entstand in der hellenistischen Epoche und wurde von den Seleukiden gegründet, bevor es unter römischer Herrschaft zu einem bedeutenden Handels- und Bildungszentrum heranwuchs. Im 1. Jahrhundert n. Chr. lebte und lehrte hier der Geograf Strabon, was dem Ort zu überregionalem Ansehen verhalf.
Das Theater von Nysa zeigt Friese mit Szenen aus dem Dionysoskult, die auch heute noch gut sichtbar an den Wänden zu erkennen sind. Die Bibliothek war einst ein Treffpunkt für Gelehrte aus der gesamten Region, was dem Ort seinen Ruf als Wissenszentrum einbrachte.
Das Gelände ist nur zu Fuß zugänglich, da Wege steil ansteigen und der Boden uneben ist, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird. Es empfiehlt sich, genügend Wasser mitzunehmen, da die einzelnen Bauwerke weit verteilt sind und ein Besuch mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann.
Das Stadion von Nysa wurde nicht auf ebenem Boden errichtet, sondern direkt in eine natürliche Schlucht eingebaut, wobei ein System unterirdischer Gewölbe sowohl als Fundament als auch zur Wasserableitung diente. Diese Gewölbe sind teilweise noch heute zu betreten und geben einen seltenen Einblick in antike Bautechnik.
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