Johannesbasilika, Byzantinische Kirchenruinen auf dem Ayasuluk-Hügel, Selçuk, Türkei.
Die Basilika des Heiligen Johannes ist ein Komplex aus byzantinischer Zeit auf dem Ayasuluk-Hügel in Selçuk, der heute als archäologische Stätte erhalten ist. Der Grundriss zeigt mehrere Kuppelabschnitte, Reste von Marmorsäulen, Mauerabschnitte und ein Baptisterium, das die innere Raumaufteilung erkennbar macht.
Kaiser Justinian I. ließ den Komplex zwischen 548 und 565 errichten, um das Grab des Apostels Johannes unterhalb des Hauptaltars zu überbauen. Spätere Umbauten und Naturereignisse führten zum Verfall der Anlage, bis nur noch Grundmauern und einzelne Säulenteile übrig blieben.
Der Bau steht an einem Hügel, der seit Jahrhunderten als Pilgerort für Menschen aus verschiedenen Gegenden diente. Besucher gehen heute zwischen den Säulenresten und spazieren durch die offenen Räume, wo früher große Versammlungen stattfanden.
Die Stätte liegt auf einem Hügel, der einen kurzen Aufstieg erfordert, wobei unbefestigte Wege stellenweise über unebenes Gelände führen. Morgen- oder Nachmittagsbesuche bieten angenehmere Bedingungen, da die Anlage nur wenig Schatten bietet und an heißen Tagen viel Sonne abbekommt.
Baumeister brachten Teile aus einem älteren Heiligtum hierher und fügten dessen Marmorblöcke und Säulen in die neue Konstruktion ein. Diese Wiederverwendung verband zwei große religiöse Orte über Jahrhunderte hinweg miteinander.
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