Kappadokien, Höhlenklostergebiet in Zentralanatolien, Türkei.
Kappadokien ist eine ausgedehnte Felslandschaft in Zentralanatolien, die Hunderte von kegelförmigen Formationen umfasst, welche durch vulkanische Aktivität und Erosion geformt wurden. Die weiche Tuffsteinoberfläche wurde über Jahrhunderte hinweg von Menschen bearbeitet, wodurch Höhlen, Kirchen und mehrstöckige Unterkünfte entstanden, die sich über mehrere Täler verteilen.
Christliche Gemeinschaften zogen sich zwischen dem 4. und 11. Jahrhundert hierher zurück und schufen ein Netzwerk aus Kapellen mit Fresken, die biblische Szenen darstellen. Später nutzten verschiedene Bevölkerungsgruppen die unterirdischen Räume als Schutz vor Eindringlingen, was zur Erweiterung bestehender Strukturen führte.
Einheimische betreiben noch heute Höhlenwohnungen in bestimmten Tälern und nutzen die natürliche Kühlung der Felsen im Sommer sowie ihre Wärmespeicherung im Winter. Handwerker stellen vor Ort Töpferwaren nach Techniken her, die seit Generationen weitergegeben werden, und verkaufen sie in kleinen Werkstätten entlang der Hauptstraßen.
Heißluftballonfahrten bei Sonnenaufgang bieten weite Ausblicke über die Täler und dauern etwa eine Stunde, wobei die Abfahrt von Göreme erfolgt. Wanderwege verbinden die wichtigsten Täler und ermöglichen Besuchern, zwischen den Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu gehen, wobei festes Schuhwerk wegen der unebenen Oberflächen empfohlen wird.
Im Dorf Uçhisar steht ein riesiger Felskegel, der vollständig mit Fenstern und Tunneln durchbohrt ist und früher als Festung diente. Besucher können durch diese Durchgänge klettern und den höchsten Punkt erreichen, von dem aus sich ein Rundblick über das gesamte Gebiet eröffnet.
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