Sardes, Antike Hauptstadtruinen in der Provinz Manisa, Türkei
Sardis ist eine ausgedehnte Ausgrabungsstätte mit Überresten aus mehreren Jahrhunderten nahe dem modernen Dorf Sart in der Provinz Manisa. Die Ruinen verteilen sich über Hänge und Ebenen und zeigen Badegebäude, Säulenreihen, Marmorböden und Fundamente religiöser Bauten.
Die Siedlung war Hauptstadt des Lyderreichs bis zur persischen Eroberung im Jahr 547 vor Christus unter Kyros dem Großen. Später erlebte die Stadt römische und byzantinische Phasen, bevor sie nach wiederholten Erdbeben im Mittelalter allmählich aufgegeben wurde.
Die alte Stadt trug den Beinamen der reichsten Metropole ihrer Zeit, weil hier unter König Krösus die ersten standardisierten Münzen aus Elektron geprägt wurden. Besucher sehen noch heute die Werkstätten und Schmelzöfen, in denen Handwerker Metall trennten und zu Geld formten.
Der Rundgang führt durch mehrere Zonen mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, daher sind feste Schuhe empfehlenswert. Die Anlage liegt teils in der Sonne und teils im Schatten von Bäumen, Wasser sollte mitgebracht werden.
Die Synagoge aus dem vierten Jahrhundert nach Christus gilt als größtes bekanntes jüdisches Versammlungshaus der Antike mit einer Grundfläche von über 4800 Quadratmetern (etwa 51.650 Quadratfuß). Archäologen fanden hier auch Mosaikböden mit Inschriften in griechischer Sprache und hebräischen Namen.
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